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Olaf Jensen

Baubiologe und
Sachverständiger für die Erkennung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzbelastung (TÜV)

 
 

Tätig in Hamburg und seinem Umland.

 
 

..., Ahrensburg, Ammersbek, Bargteheide, Barsbüttel, Bergedorf, Bönningstedt, Braak, Brunsbek, Dassendorf, Delingsdorf, Fahrendorf, Geesthacht, Glinde, Grande, Grönwohld, Großensee, Großhansdorf, Hamburg, Hamfelde, Hammoor, Hamwarde, Henstedt-Ulzburg, Hohenfelde, Hoisdorf, Jersbek, Köthel, Kröppelshagen, Lütjensee, Norderstedt, Oststeinbek, Rausdorf, Reinbek, Siek, Stapelfeld, Steinburg, ....

 
     
     
elektrisches wechselfeld
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Magnetische Wechselfelder und was dagegen zu tun ist.

Magnetische Felder entstehen wenn Strom verbraucht wird. Also, wenn Elektrizität fließt. Ein Feld breitet sich kreisförmig aus und durchdringt fast ungehindert Beton, Ziegelsteine, Holz, Kunststoffe, Erde, viele Metalle und auch den menschlichen Körper. Wir spüren dabei selbst keine konkreten Auswirkungen. Das heißt aber leider nicht, dass es diese Wirkung auf unseren Körper nicht gibt. Aber davon anderswo mehr.

Niederfrequente Magnetfelder gehen insbesondere von Hochspannungsleitungen, Erdkabel, Trafostationen, Umspannwerken, von Bahntrassen und den Zügen aus. Gerade über die Schienen der Bahn kann Strom weiträumig durch das Erdreich fließen und starke magnetische Wechselfelder erzeugen. Dies sind starke Störfelder.

Um die stärke magnetischer Wechselfelder anzugeben, misst man die magnetische Feldstärke. Die Einheit ist Tesla (T) bzw. Nanotesla (nT).

Die magnetische Feldstärke in einem durchschnittlichen Haushalt, ohne Störfelder von außen, beträgt selten mehr als 50 Nanotesla (50 nT). Nur im Nahbereich von einigen Geräten mit hohem Stromverbrauch oder im Nahbereich (1-2 Meter) von Geräten mit eingebauten Netzteilen (Spulen) kann der Wert auch deutlich überschritten werden. Beispiel: Der Radiowecker auf dem Nachtschrank.

Äussere Störquellen, die Ihre Wohnung belasten können.

Nach einer Faustformel ist der Wert in einem Abstand von 50 Metern bei:
  •  Hochspannungsleitung ca. 1.000 nT
  •  Bahnlinie ca. 3.000 nT
  •  Umspannwerk ca. 1.000 nT

Wir Menschen haben kein direktes Sinnesorgan für diese magnetischen Felder.

Fernsehgeräte oder Computer-Monitore sind empfindlicher.
Hier verursachen diese magnetischen Wechselfelder verzerrte und unscharfe Bilder. Auch andere technische Geräte wie das Elektronenmikroskop oder Röntgenbildverstärker und weitere medizinische Geräte zeigen sofort Fehler an oder versagen ihren Dienst.  

Es zeigt sich mal wieder, dass die Natur besser funktioniert als unsere Technik. Aber auch das hat seine Grenzen. Dauerhaft reagieren auch wir Menschen mit Fehlfunktionen. Die Gesundheit läuft aus dem Ruder. Was passiert in meinem Körper? Werde ich vielleicht krank?

Um Ihre individuelle Belastung zu ermitteln, sollten Sie einen erfahrenen Baubiologen um eine Messung bitten. Zur Hausuntersuchung

"... und wie schütze ich mich?"

Wie schützen wir uns? Weil Magnetfelder praktisch alle Materialien durchdringen, ist ein Schutz sehr schwierig und aufwendig. Das einfachste Mittel ist natürlich Abstand halten. Noch besser den verursachenden Verbraucher abschalten. Liegt der Verursacher in Ihrem Haushalt, mag dies möglich sein. Hochspannungsleitungen, Bahnlinien oder Trafohäuschen entziehen sich aber Ihrem Einfluss.

Ist die Vermeidung von magnetischen Wechselfeldern für Sie also nicht möglich, unterscheiden wir grundsätzlich zwei andere Möglichkeiten.


 
 
 
 
 
 
hochspannungsleitung
Hochspannungsleitungen verbreiten magnetische Wechselfelder weit ins Land.
1. Da gibt es die Magnetfeld-Kompensation:

Bei der Magnetfeldkompensation wird dem störenden Magnetfeld ein zweites, künstlich erzeugtes Magnetfeld entgegen gestellt, sodass beide Felder sich gegenseitig aufheben.
Die Kompensation ist also ein aktives Mittel.
Ein Magnetfeldkompensator besteht aus einem Steuergerät, mehreren Sensoren und Kompensationspulen. Alle Elemente werden perfekt aufeinander abgestimmt und arbeiten als geschlossene Einheit. Die Kompensationsspulen sind Kabel mit einem Außendurchmesser von ca. 10 Millimetern und werden horizontal und / oder vertikal um das Gebäude verlegt.
Im Haus messen hoch empfindliche Sensoren dreidimensional das Magnetfeld und geben diese Information kontinuierlich an das elektrische Steuergerät weiter. Hier werden die gemessenen Daten verarbeitet und entsprechende Gegenströme in die Kompensationsspulen gesandt. Ein exaktes Gegenfeld wird aufgebaut. Dadurch wird das Störfeld im Hausinneren wesentlich reduziert, im Idealfall komplett eliminiert.

Auf dieses System hat sich die Firma „Wurzacher Elektronische Systeme GmbH und Co.KG“ spezialisiert. Nähere Informationen unter www.wurzacher.de

Wie ich gehört habe, eignet sich dieses System vor allem für Hochspannungsleitungen und Bahntrassen. Bei diesen Leitungen entstehen großflächige, gleichmäßige Magnetfelder mit einer einheitlichen Frequenz. Diese können wunderbar kompensiert werden. Bei einem Frequenzgemisch oder bei gebogenen Magnetfeldlinien wie sie bei punktförmigen Quellen, z.B. einem Transformator, entstehen, hat dieses System Probleme.

 
 
 
 
 
 
hochspannungsleitung
Haus mit Magnetfeld-Kompensationsanlage
(Bild der Wurzacher Elektronische Systeme GmbH)
2. Abschirmung magnetischer Felder.

Abschirmmaterial: MU-Metall (Nickel-Eisen Legierung). Dieses Material hat den Vorteil, dass es eine gute Abschirmwirkung hat und durch seinen hohen Nickelanteil von 75 bis 80 Prozent auch sehr korrosionsbeständig ist.
Der Nachteil liegt im Preis. Außerdem ist es sehr schwer zu verarbeiten. Es muss lückenlos verlegt werden und wenn es irgendwo gebogen wird, verliert es ohne richtige Nachbehandlung seine Wirkung.

Ein etwas kostengünstigeres Material ist Siliziumeisen (SiFe).
Dieses Material wird mehrlagig auf einem Aluminiumträger montiert. Das Material selbst hat seine optimale Abschirmung nur in Walzrichtung und bei schräg einfallenden Magnetfeldlinien. Um hier eine gute Abschirmwirkung zu bekommen, wird das vorgelagerte Aluminium gebraucht. Durch die magnetischen Felder entstehen im Aluminium Wirbelströme. Als Folge dieser Wirbelströme werden die magnetischen Feldlinien gebrochen. Bisher gerade auftreffende Feldlinien werden so zerstreut und von der dahinter liegenden Siliziumeisen Schicht absorbiert.
Siliziumeisen ist durch einen ca. 80-prozentigen Eisenanteil leider sehr korrosionsgefährdet. Es ist daher im Außenbereich kaum einzusetzen. Im Innenbereich muss das Material vor allem vor Schwitzwasser geschützt werden.
Die abzuschirmende Fläche muss für eine optimale Abschirmung lückenlos verschweißt werden. Punktschweißen oder vernieten reicht nicht. Die Quelle, meist ein Trafo mit seinen Zuleitungen sollte im besten Fall komplett eingepackt werden. Da dies aber meist nicht möglich ist, ist auf die Richtung der Feldlinien zu achten. Eine einfache abgeschirmte Wand wird von den gekrümmten Linien umlaufen. Um dies zu verhindern, sollte die Quelle im Rahmen der Möglichkeit eingekapselt werden. Je größer der Abstand zur Quelle, desto geringer ist einerseits die Notwendigkeit einer Abschirmung aber wenn doch nötig, dann steigt der Aufwand mit der Entfernung deutlich.
Aus diesem Grund eignet sich die Abschirmung nur für punktförmige Quellen wie Trafohäuschen und der gleichen. Überlandleitungen und Bahnlinien sind mit einer Abschirmung kaum in den Griff zu bekommen.

Auf diese Magnetfeld-Abschirmtechnik hat sich die Firma „Systron EMV GmbH.“ spezialisiert. Nähere Informationen unter www.systronemv.de .

In diesem Bericht ist sicherlich zu sehen, beide Verfahren sind sehr aufwendig und können nur von Fachleuten dieser Firmen vor Ort montiert werden. Kosten in der Größenordnung eines gebrauchten Mittelklassefahrzeuges oder eines neuen Kleinwagens sollte man dabei einplanen.


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Magnetfeldabschirmung
Trafohaus mit magnetfeld Abschirmung von innen


elektrisches wechselfeld
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